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Von fahrenden Iglus

17.01.2020

Rechtsfrage des Tages:

Nachtfrost und Schneefall gehören zum Winter einfach dazu. Bei Autofahrern ist diese Witterung eher unbeliebt, versteckt sich doch so mancher Wagen morgens unter einer weißen Haube. Worauf müssen Sie beim Enteisen Ihres Autos achten?

Antwort:

Auch wenn es schwerfällt, das Haus morgens früher als nötig zu verlassen: nach einer frostigen Nacht sollten Sie etwas eher starten. Wollen Sie mit Ihrem Auto zur Arbeit fahren, müssen Sie ringsum alle Scheiben freikratzen. Beschränken Sie sich nicht auf zwei Gucklöcher in der Windschutzscheibe. Neben einem eher harmlosen Bußgeld von 10 Euro riskieren Sie aufgrund der fehlenden Rundumsicht einen Unfall. Waren Sie in einem fahrenden Iglu unterwegs, müssen Sie dann zumindest mit einer Teilschuld rechnen.

Übrigens müssen Sie auch das Autodach vom Schnee befreien. Ist das Auge des Gesetzes wachsam, müssen Sie andernfalls 25 Euro Geldbuße zahlen. Außerdem können Sie andere Verkehrsteilnehmer durch abrutschende Schneeplatten während der Fahrt erheblich gefährden. Damit noch nicht genug. Fahren Sie mit zugeschneitem Kennzeichen, kann Ihnen bei einer Kontrolle die Polizei gleich fünf Euro abknöpfen.

Den Motor dürfen Sie während des Kratzens übrigens nicht laufen lassen. Parken mit laufendem Motor ist nämlich verboten, wenn es unnötig ist. Bekommen Sie die Scheiben problemlos ohne die Heizung im Auto frei, ist das Anlassen des Wagens unnötig. Etwas Anderes kann gelten, wenn die Scheiben von innen beschlagen sind. Ohne das Gebläse des Fahrzeugs haben Sie kaum eine Chance, eine klare Sicht zu bekommen. In diesen Fällen kann das Laufenlassen des Motors sanktionslos als nötig betrachtet werden.
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