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Heizperioade: Wohlig warm oder eisekalt?

5.11.2019

Rechtsfrage des Tages:

Wird es draußen nass und kalt, freuen Sie sich sicherlich auch auf eine gemütlich warme Wohnung. Ab wann muss Ihr Vermieter aber eigentlich die Heizung in Betrieb nehmen?

Antwort:

Der Volksmund spricht von einer Heizperiode, der Gesetzgeber hingegen nicht. Tatsächlich gibt es juristisch keinen festgelegten Zeitraum, in dem die Heizung laufen muss. Allerdings haben Sie als Mieter Anspruch auf eine warme Wohnung. In verschiedenen Urteilen habe die Gerichte entschieden, dass tagsüber eine Temperatur von 20 bis 22 Grad Celsius in den Wohnräumen erreicht werden muss.

Im Schlafzimmer und den Fluren darf es auch etwas kühler sein. In der Nacht darf Ihr Vermieter die Heizung absenken. Temperaturen unter 17 bis 18 Grad Celsius müssen Sie dann allerdings auch nicht akzeptieren. Vielleicht finden Sie in Ihrem Mietvertrag Angaben zur Heizperiode. Hat Ihr Vermieter dort eine geringere Mindesttemperatur festgelegt, brauchen Sie das nicht zu tolerieren.

Natürlich muss Ihr Vermieter die Heizung nicht gleich am ersten kalten Tag anfeuern. Sinkt die Raumtemperatur allerdings unter 18 Grad Celsius, gibt es kein Zuwarten mehr. Ist es in Ihrer Wohnung dauerhaft zu kalt, fordern Sie Ihren Vermieter zur Abhilfe auf. Als Beweis können Sie beispielsweise ein Foto Ihres Zimmerthermometers übersenden. Ignoriert er Ihr Bibbern, können Sie die Miete mindern.


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